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Institut zur Bekämpfung von Erbschleicherei

Der Begriff des Erbschleichens ist gesetzlich weder definiert, noch gesellschaftlich klar eingegrenzt. Zu diesem Thema gibt es keinen umfangreichen Katalog an gesetzlichen Vorschriften, geschweige denn eine Fülle von Literatur oder Beiträgen im Internet, welche dem Betroffenen eine Hilfestellung geben können.

Aufgabe des Instituts zur Bekämpfung von Erbschleicherei ist es deshalb, einerseits den Betroffenen zur Seite zu stehen und darüber hinaus das gesellschaftliche Phänomen der Erbschleicherei zu beleuchten. Hierfür sind wir in ganz besonderem Maße darauf angewiesen, dass uns Betroffene selbst die eigenen erlebten Fälle schildern, damit ein möglichst umfassendes Bild von Erbschleicherei gezeichnet werden kann.

Über die Gründe für eine Zunahme von Erbschleicherei in den letzten Jahren darf man spekulieren. Sicherlich liegt ein wesentlicher Grund darin, dass einerseits der feste Familienverbund häufig aufgelöst ist, was nicht nur zu einem vermehrten Single- Dasein in jungen Jahren, sondern auch zu einer vergrößerten Vereinsamung alter Leute führt. Großeltern leben nicht mehr wie früher selbstverständlich im Haus ihrer Kinder. Diese Situation wird dadurch verschärft, dass Senioren immer älter werden. Dadurch wird die Lebensspanne, welche womöglichen in Einsamkeit verbracht werden muss, immer länger. Die Aufgabe zur Pflege älterer Menschen wird immer verstärkter aus dem Familienkreis ausgelagert und auf Dritte übertragen, denen nicht selten ein persönliches Interesse am betreuten Menschen fehlt.

Das Fehlen echter Ansprechpartner für ältere Menschen ist Hauptgrund für Erbschleicherei.
Gesellschaftlich und praktisch gesehen gibt es viele negative Auswirkungen, die Betroffene bei Erbschleicherei befürchten müssen: Isolierung, Besuchsverbote für Angehörige, Gehirnwäsche, Wohnsitzwechsel, Beeinträchtigung des Vermögens und unzureichende Pflege. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Umgekehrt stellt der Gesetzgeber den Betroffen nur geringere gesetzliche Handlungsspielräume zur Verfügung. Folglich erscheint gerade in diesem Bereich eine fundierte juristische Beratung notwendig. Reagieren Angehörige zu forsch, so spielen sie evtl. sogar dem Erbschleicher in die Hände, da dieser den potentiellen Erblasser noch weiter auf seine Seite bringen kann.

Zu überdenken bleibt immer die Möglichkeit einer Vorsorgevollmacht, um durch gezielte Gestaltung die Situation des Erbschleichens zu verhindern. Eine ähnliche Wirkung kann ein bindender Erbvertrag als Alternative zu einem einseitigen Testament entfalten. Das Betreuungsrecht ist hierbei im Auge zu behalten.

Erbschleicherei ist häufig dann zu beobachten, wenn eine Betreuung relevant sein könnte.
Interessierten geben wir nachfolgend einen ersten Einblick im Rahmen einer Checkliste, mit der die Situation einer Erbschleicherei geprüft werden kann. Als weiteren Ausgangspunkt stellen wir Ihnen eine wissenschaftliche Ausarbeitung eines unserer Rechtsexperten zur Verfügung, mit der Sie einen ersten Einstieg in den Bereich der Erbschleicherei finden.

 Erbschleichen als aktuelles gesellschaftliches Phänomen in der rechtlichen Grauzone

Weitere Informationen finden sich auch unter

www.erbschleicher.net

Wenn Sie Fragen zur Stiftung für Erbrecht oder zum Erbrecht, insbesondere zur Thema Erbschleicherei haben, so wenden Sie sich bitte an die

 

Stiftung für Erbrecht

Bahnhofstraße 100

82166 Gräfelfing

Telefon: 089 / 44 232 99 - 50
Telefax: 089 / 44 232 99 - 51

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