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Brief

Es ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass der letzte Wille des Erblassers in einem vom ihm eigenhändig geschriebenen und unterschriebenen Brief enthalten ist. Diese schriftlich abgelegte Erklärung muss den Formerfordernissen des § 2247 BGB genügen und kann nur dann als letztwillige Verfügung gelten, wenn sie auf einem ernstlichen Testierwillen des Erblassers beruht. Es müssen deshalb jegliche Zweifel daran ausgeschlossen sein, dass der Erblassers die von ihm erstellte Urkunde als rechtsverbindliche letztwillige Verfügung angesehen hat oder zumindest das Bewußtsein hatte, die Urkunde könne als Testament angesehen werden. Ob ein solcher ernstlicher Testierwille vorgelegen hat, ist im Wege der Auslegung (§ 133 BGB) unter Berücksichtigung aller erheblichen, auch außerhalb der Urkunde liegenden Umstände und der allgemeinen Lebenserfahrung zu beurteilen.

BayObLG FamRZ 2001, 944

 

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