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Unwirksamkeit der letztwilligen Verfügung

Unwirksamkeit bei Auflösung von Ehe oder Verlobung
Wenn ein Ehepartner, Verlobter oder eingetragene Lebenspartner, unabhängig davon, ob sie konkret als solche bezeichnet sind, als Erbe eingesetzt wird, dann ist die Ursache dafür meist die familiäre Bindung. Daher wird allgemein vermutet, dass beim Wegfall dieser Bindung auch der Wille dieser letztwilligen Verfügung nicht mehr gegeben ist. Die Unwirksamkeit kann nur aufgehoben werden, wenn eine ausdrückliche Erklärung oder ein hypothetischer Wille bzgl. der Wirksamkeit nachgewiesen werden kann.

 

Eine erneute Eheschließung nach vorangegangener Scheidung hebt die Unwirksamkeit des Testaments ebenfalls nicht auf. Zudem kann sich ein späterer Ehegatte nicht auf seine Einsetzung als Erbe berufen, wenn im Testament die Formulierung „ Mein Ehegatte“ verwendet wird, da auch hier hinreichende Beweise herangeführt werden müssen, dass es dem Erblasser gerade darauf ankam seinen Ehegatten, unabhängig davon, wer dieser ist, als Erben einzusetzen. Die Auslegung richtet sich in dem Fall allein auf den Tag der Testamentserrichtung.

 

 

Eine Unwirksamkeit des Testaments durch Scheidung o.Ä. ist jedoch nicht analog auf Schwiegerkinder anwendbar. Folglich ist ein Testament, was sowohl das eigene Kind, als auch dessen Ehegatte als Erben einsetzt, auch nach der Scheidung von dem Kind und seinem Partner gültig.

 

 

Unwirksamkeit durch Widerruf

Ein Testament wird auch unwirksam, wenn es wirksam widerrufen wurde. Nähere erfahren Sie dazu unter dem Schlagwort Widerruf.

 

 

Unwirksamkeit durch Gegenstandslosigkeit

Des Weiteren ist ein Testament unwirksam, wenn es gegenstandslos ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Bedachte bereits verstorben ist oder der Erblasser über etwas verfügt, über das er nicht verfügen darf.

 

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Wenn Sie weitere Fragen zum Erbrecht haben, so wenden Sie sich bitte an Herrn Rechtsanwalt Dr. Böh:

Wolfratshauserstraße 80

81379 München

Telefon: 089/72308750

Telefax: 089/597467

 

 

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