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Widerruf des Testaments

Grundsätzlich ist der Widerruf eines Testaments möglich. Nach § 2254 BGB erfolgt ein Widerruf durch ein anderes Testament. Der Widerruf kann jedoch auch nach § 2255 BGB durch Veränderung an der Testamentsurkunde erfolgen. Wichtig ist zudem die Vermutung des § 2255 S. 2 BGB. Nach dieser wird vermutet, dass der Erblasser durch eine Veränderung an der Testamentsurkunde das Testament aufheben will. Dies beinhaltet jedoch NICHT nicht die Vermutung, dass die Veränderung an der Urkunde durch den Erblasser erfolgt ist. Sollte die Veränderung durch eine andere Person durchgeführt worden sein, so genügt eine nachträgliche Billigung der Veränderung nicht, um das Testament wirksam aufzuheben.

 

Ein Testament kann auch durch ein später erstelltes Testament widerrufen werden, sofern sich der Inhalt des neuen von dem Inhalt des alten Testaments unterscheidet. Dabei ist zu beachten, dass auch das spätere Testament den Formerfordernissen des § 2247 BGB genügt. Sollte das spätere Testament widerrufen werden, so gilt im Zweifel der Inhalt des älteren.

 

Beim Widerruf von Testamenten ist jedoch zu beachten, um welche Art von Testamenten es sich handelt. So gelten beispielsweise andere Vorschriften für notariell beglaubigte und Ehegattentestamente.

 

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Wolfratshauserstraße 80

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